NRW 2013: Thomas Augeneder – Jugendkandidat der FPÖ

Thomas Augeneder - FPÖ

Warum sollte ein Jugendlicher zur Wahl gehen und dir seine Vorzugstimme geben?
Gerade Jugendliche sind vom Thema Bildung (im Vergleich teuerstes aber schlechtestes Bildungssystem) und Arbeitsmarkteinstieg (hohe Jugendarbeitslosigkeit) besonders betroffen. Hier setzt die FPÖ Schwerpunkte und
hat die richtigen Konzepte. Ich stehe zu diesen Konzepten und setze mich für deren Umsetzung ein.

Edward Snowden und der NSA-Skandal sind derzeit in aller Munde. Wie stehst du zum Thema Datenschutz in einer Zeit, in der wir auf Facebook, Twitter und Co. auch freiwillig viel von uns preisgeben?

In einer Welt in der wir immer mehr Daten produzieren, die mitunter alle unsere Lebensbereiche umfassen, muss das Thema Datenschutz einen höheren Stellenwert erlangen. Gerade bezüglich des NSA-Skandales ist es bezeichnend, dass die aktuelle SPÖ/ÖVP Regierung das Vorgehen der amerikanischen Geheimdienste kommentarlos hinnimmt, ohne zumindest entsprechende diplomatische Proteste einzubringen. Gerade wenn es darum geht, Daten freiwillig auf Facebook und Co. freizugeben, sollte mehr Wert auf Aufklärung gelegt werden. Viele sind sich nicht bewusst, dass Dinge die einmal im Internet veröffentlicht wurden nur sehr schwer wieder entfernbar sind.

Wie sieht für dich das (Aus-)Bildungssystem des 21. Jahrhunderts aus?

In der aktuellen Diskussion stehen sich zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme gegenüber: Die SPÖ würde am liebsten Kinder fast von der Krippe an in ganztägigen Einheitslehranstalten unterbringen und das natürlich ohne Wahlfreiheit. Die FPÖ steht für ein differenziertes Bildungssystem, das Höchstleistungen ermöglicht und Schwächere unterstützt und fördert, denn auch Kinder sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Talente und Schwächen. Bei der Ganztagsschule steht für
die FPÖ ganz klar die Wahlfreiheit im Vordergrund, eine verpflichtende ganztägige Schule wird es mit uns nicht geben.

Obwohl Österreich die zweitgeringste Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat, wird vor
allem vor Wahlen der prekären Arbeitssituation von Jugendlichen der Kampf angesagt – Stichwort: Generation Praktikum. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein und was sind deine Ziele?

Wenn Jugendliche den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht schaffen bzw. keinen Ausbildungsplatz finden, ist das oft ein Knick in der Lebensgeschichte der Betroffenen. Sie fühlen sich hilflos und in der Gesellschaft als Außenseiter. Auch wenn wir in dem Bereich zu den besten in der EU gehören, so hilft das den Betroffenen in ihrem Schicksal nicht weiter, denn Fakt ist, dass auch in Österreich die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Hier muss im Bildungsbereich klar gegengesteuert werden. Bessere Ausbildung heißt bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz.

Wann ist Integration deiner Meinung nach gelungen?

Ich glaube, dass Integration kein Prozess ist der eine definiertes Ende hat. Die Frage ist eher wie Integration gesellschaftlich zu sehen ist und womit sie beginnt. Für mich beginnt Integration ganz klar mit der Sprache und zwar mit der deutschen. Ohne Sprachkenntnisse ist keine erfolgreiche Integration möglich. Für mich ist Integration keine Bringschuld der Gesellschaft, sondern die Pflicht desjenigen, der hier in Österreich leben will.

Österreich ist seit mehr als 18 Jahren Mitglied der Europäischen Union. Hat die Mitgliedschaft deiner Meinung nach mehr Vor- oder Nachteile für Österreich gebracht? Wie siehst du die zukünftige Entwicklung?

Nachteile! Die EU als sinnvolles Friedensprojekt das den Mitgliedern ökonomische Vorteile im gemeinsamen Markt bringt, gibt es schon lange nicht mehr. Die Union hat sich zu einem zentralistischen Bürokratenmoloch entwickelt, der seinen Mitgliedern kaum Luft zu Atmen lässt und den Einzelstaaten mehr und mehr Rechte und Freiheiten abgräbt. Überreglementierung, Lobbying, Banken-, Euro- und Spekulantenrettung stehen im Mittelpunkt der heutigen EU.

Zahlreiche Jugendliche greifen zu Alkohol und weichen Drogen. Ist das Jugendschutzgesetz deiner Meinung nach ausreichend? Wie wirksam sind Verbote?

Ich setze mich klar für härtere Strafen bei den klassischen weichen Einstiegsdrogen ein. Eine Legalisierung dieser wird es mit der FPÖ nicht geben. Verbote alleine werden aber nicht die Lösung sein. Eine konsequente Informationspolitik muss parallel stattfinden.

Welche Maßnahmen müssen für Jugendliche bei der Wohnpolitik ergriffen werden?

Wohnen muss wieder leistbar werden! Die Genossenschaften müssen endlich entpolitisiert werden und sich wieder dem Wohnbau widmen anstatt als Abstellgleise für abgehalfterte SPÖ-Funktionäre zu dienen. Ich selbst habe mit genug Jugendlichen gesprochen, die in Trumau von GEBÖS und SPÖ NAbg. Pendl bei den Wohnungskosten in finanzielle Geiselhaft genommen werden.

Was muss getan werden, um Jugendliche mehr für Politik zu begeistern? Ist mehr direkte Demokratie eine Lösung?

Die Bevölkerung und speziell die Jugendlichen haben es satt alle 5 Jahre Versprechen von SPÖ und ÖVP zu hören die nach dem Wahltag keinen Wert mehr haben. Mehr direkte Demokratie ist der sichere Weg, dass Politik auch abseits der Wahlen interessant bleibt und vor allem stellt direkte Demokratie sicher, dass das letzte Wort beim Volk liegt.

Wie stehen deine Chancen, in den Nationalrat einzuziehen? Wie ausschlaggebend sind die Vorzugstimmen, die du erhältst?

Meine Reihung auf der Landesliste ist der Platz 55, ich freue mich über jede Vorzugsstimme, da sie ein klares Signal für die Politik und Schwerpunkte des RFJ Baden ist.

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