NRW 2013: Nikolaus Scherak – Jugendkandidat der NEOS

Nikolaus Scherak - NEOS

Warum sollte ein Jugendlicher zur Wahl gehen und dir seine Vorzugstimme geben?

Das Wahlrecht ist ein Recht für welches viele Bürger in der Vergangenheit kämpfen mussten. Es ist eine Möglichkeit mitzubestimmen, welche Parteien unser Land regieren und welche Abgeordneten im Parlament sitzen. Jeder kann mit seiner Stimme etwas verändern und mitbestimmen welche Regeln und Gesetze unser Leben die nächsten Jahre prägen werden.
Gerade die Interessen junger Menschen wurden in den letzten Jahren ignoriert. Wir müssen mit Stillstand im Bildungsbereich, einem ungerechten Pensionssystem und einem immer weiter anwachsenden Staatsschuldenberg kämpfen. Diese Probleme betreffen vor allem uns Junge. Ich trete an, damit die Jugend in den nächsten Jahren wieder ernst genommen wird. Deswegen würde ich mich über jede Vorzugsstimme freuen.

Edward Snowden und der NSA-Skandal sind derzeit in aller Munde. Wie stehst du zum Thema Datenschutz in einer Zeit, in der wir auf Facebook, Twitter und Co. auch freiwillig viel von uns preisgeben?

Datenschutz ist für mich besonders wichtig. Insbesondere die Vorratsdatenspeicherung sowie die Speicherung von Fluggastdaten stellen einen massiven Angriff auf die Grundrechte der Bürger dar. Ich halte es für besonders gefährlich wenn der Staat immer mehr Daten von Bürgern sammelt und bin der Meinung, dass wir hier so schnell wie möglich handeln müssen.

Wie sieht für dich das (Aus-)Bildungssystem des 21. Jahrhunderts aus?

Im Bildungssystem soll es möglich sein, auf die Potentiale und Talente der einzelnen Schüler einzugehen. Nicht der Fokus auf Defizite, sondern die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer Stärken muss im Mittelpunkt stehen. Genauso muss es auch die Möglichkeit geben, besonders begabte Schüler noch weiter zu fördern und zu unterstützen.
Bildung soll das Potenzial in jedem Menschen, mit Verstand und Tatkraft sein eigenes Leben zu gestalten und das Leben anderer Menschen zu bereichern, stärken. Junge Menschen sollen ihren Potenzialen entsprechend gefordert und gefördert werden.

Obwohl Österreich die zweitgeringste Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat, wird vor allem vor Wahlen der prekären Arbeitssituation von Jugendlichen der Kampf angesagt – Stichwort: Generation Praktikum. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein und was sind deine Ziele?

Die Tatsache, dass Praktika im öffentlichen Dienst mittlerweile jedenfalls bezahlt werden müssen, war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Ziel in der Debatte um die Generation Praktikum kann nur sein, dass junge Menschen ausreichend qualifiziert sind und genügend praktisches Wissen haben, um nach Abschluss ihrer Ausbildung auch direkt in den Arbeitsmarkt einzusteigen und nicht mehr auf unbezahlte Praktika angewiesen sind. Gleichzeitig muss ein Umdenken in Unternehmen stattfinden.

Wann ist Integration deiner Meinung nach gelungen?

Integration ist nichts Einseitiges, sondern ein wechselseitiges Zusammenwachsen. Der Schlüssel zur gelungenen Integration ist Bildung. Je mehr hier investiert wird, desto stärker wird die Gesellschaft. Ich glaube jedoch auch, dass ohne ausreichende Deutschkenntnisse Integration in den meisten Fällen nicht erfolgreich sein wird.
Integration ist dann gelungen wenn Einwanderer am gesellschaftlichen Leben in Österreich teilnehmen können und dies auch tun.

Österreich ist seit mehr als 18 Jahren Mitglied der Europäischen Union. Hat die Mitgliedschaft deiner Meinung nach mehr Vor- oder Nachteile für Österreich gebracht? Wie siehst du die zukünftige Entwicklung?

Die Mitgliedschaft zur Europäischen Union hat selbstverständlich bei weitem mehr Vorteile als Nachteile. Wir haben eine einheitliche Währung, Grenzkontrollen gibt es nicht mehr, und wir können im Rahmen von Erasmus ganz einfach im Ausland studieren. Europa ist unsere Heimat, und das ist gut so. Problematisch sehe ich allerdings, dass es in der Europäischen Union ein Demokratiedefizit gibt. Wir Bürger müssen wieder stärker in Entscheidungen eingebunden werden. Der Schutz von Grundrechten muss wieder in den Vordergrund treten. Auf lange Sicht sehe ich die Vereinigten Staaten von Europa als das Ziel, das wir anstreben sollten.

Zahlreiche Jugendliche greifen zu Alkohol und weichen Drogen. Ist das Jugendschutzgesetz deiner Meinung nach ausreichend? Wie wirksam sind Verbote?

Das Jugendschutzgesetz halte ich für ausreichend. Verbote führen in der Regel nicht zu den gewünschten Zielen. Viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist Aufklärung, Prävention und Eigenverantwortung. Anstatt mit Verboten, sollten wir den Jugendlichen mit Fakten klar zeigen, dass Alkohol und Drogen Gesundheitsschäden verursachen und gefährlich sein können.

Welche Maßnahmen müssen für Jugendliche bei der Wohnpolitik ergriffen werden?

Um billigeren Wohnraum zu schaffen, müssen Maßnahmen gesetzt werden, damit dass Horten von leer stehenden Mietwohnungen unattraktiv wird. Wir glauben auch daran, dass es Mietern in sozialen Wohnbauten leichter gemacht werden sollte, dass sie ihre Wohnungen auch irgendwann kaufen können.
Das daraus erzielte Geld, soll wiederum zurück in den sozialen Wohnbau fließen. Wir fordern auch die Abschaffung der Mietvertragsgebühr, was jungen Menschen bei der Begründung eines Mietverhältnisses einiges an Geld ersparen würde.

Was muss getan werden, um Jugendliche mehr für Politik zu begeistern? Ist mehr direkte Demokratie eine Lösung?

Wir brauchen mehr jüngere Abgeordnete, mit denen sich junge Menschen identifizieren können! Vor allem auf der Ebene der Gemeindepolitik könnte ich mir vorstellen, dass junge Menschen durch Jugendgemeinderäte direkt ins Geschehen miteingebunden werden.. Ich glaube auch, dass mehr direkte Demokratie auch mehr Jugendliche dazu bringen wird, sich mit den jeweiligen Themen zu beschäftigen. Dafür müssen diese direktdemokratischen Mittel aber auch ernst genommen werden.

Wie stehen deine Chancen, in den Nationalrat einzuziehen? Wie ausschlaggebend sind die Vorzugstimmen, die du erhältst?

Wenn NEOS in den Nationalrat einzieht, werde ich mit ziemlicher Sicherheit ein Mandat bekommen. Dennoch freue ich mich über jede Vorzugsstimme!

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