NRW 2013: Andreas Steiner – Jugendkandidat der ÖVP

Andreas Steiner - ÖVP

Warum sollte ein Jugendlicher zur Wahl gehen und dir seine Vorzugstimme geben?
Weil es wichtig ist von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, denn nur eine abgegebene Stimme kann die Politik in Österreich verändern. Die Politik in Österreich braucht Veränderung und neue Gesichter und junge Ideen. Deshalb kandidiere ich – um neue Vorschläge einzubringen und frischen Wind in die Politik zu bringen. Sebastian Kurz hat gezeigt welche Veränderungen möglich sind, wenn junge engagierte Personen die Chance bekommen ein Mandat zu übernehmen. Und für Jugendliche und junge Erwachsene ist es wirklich wichtig starke Vertreter ihrer Generation im Parlament zu haben, weil es in Zukunft viele wichtige Themen gibt, die vor allem für die Generation bis 35, 40 Jahre wichtig sind: seien es sichere Arbeitsplätze, höhere Einkommen am Beginn der Arbeitszeit, mehr günstige Startwohnungen und Erleichterung bei Schaffung von Eigentum, die Aussicht auf Pensionen usw. Also alles Themen, die für unsere Generation wichtig sind!

Edward Snowden und der NSA-Skandal sind derzeit in aller Munde. Wie stehst du zum Thema Datenschutz in einer Zeit, in der wir auf Facebook, Twitter und Co. auch freiwillig viel von uns preisgeben?

Jede Person muss sich selbst und ganz bewusst entscheiden, welche Informationen im Internet veröffentlicht werden. Der Umgang mit Personenprofilen und Fotos die „gepostet“ werden kann weitreichende Auswirkungen haben – beispielsweise ob man einen Job bekommt oder nicht. Daher kann ich nur jedem raten sich zu überlegen wem man welche Informationen oder Fotos zukommen lassen möchte. Natürlich verurteile ich das Vorgehen der NSA und erwarte mir in Zukunft europaweite klare Datenschutz-Richtlinien, damit die Macht der Geheimdienste zurückgedrängt wird!

Wie sieht für dich das (Aus-)Bildungssystem des 21. Jahrhunderts aus?

Gleiche Chancen für alle – und Bildung die für alle zugänglich ist. In der Grundschule muss vor allem der Deutschunterricht gefördert werden, denn Sprachkenntnisse eröffnen neue Chancen in der Berufswelt. Und eines ist für mich auch ganz klar: die Volksschule hat einen wichtigen Bildungsauftrag und genau hier muss meiner Meinung nach noch stärker gefördert werden. Kinder, die die Volksschule verlassen, müssen gewisse Bildungsstandards erfüllen, die deutsche Sprache perfekt beherrschen, sinnerfassend Lesen können und natürlich auch die Grundrechnungsarten beherrschen. In den Sekundarstufen soll meiner Meinung nach weiterhin die Unterscheidung zwischen Gymnasium und Hauptschule, bzw. Neue Mittelschule bestehen bleiben. Aber eines muss klar sein: klare Leistungsstandards in beiden Schulformen und die Durchlässigkeit verbessern. Ich habe zum Beispiel auch nach der Volksschule die Hauptschule Leobersdorf besucht und erst nach der 4. Klasse ohne Probleme ins Gymnasium gewechselt, dort die Matura gemacht und zu Studieren begonnen. Ich kenne also beide Schulformen sehr gut und kenne auch die Unterschiede! Und eines ist mir auch ganz klar: eine Gesamtschule der 10-14 jährigen nach SPÖ und GÜNE-Modell führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Nivellierung nach unten. Es gibt keine Leistungsgruppen und keinerlei Aufteilung im Unterricht. Alle Schüler sind in einer Klasse und müssen zusehen, wie sie dem Stoff folgen können. Dass das für Lehrer und für Schüler auf Dauer keine Lösung sein kann ist mir auch klar. In Zukunft muss auch das Angebot der Lehre mit Matura ausgebaut werden, denn wir brauchen bestens qualifizierte Facharbeiter und Handwerker, die sich dann auch in Zukunft weiter qualifizieren können!
Aber wichtig ist für mich auch das Lebenslange Lernen! Und hier muss in Zukunft, das nebenberufliche Bildungsangebot ausgebaut werden! Das heißt mehr Studiengänge auch an Universitäten mit Lehrveranstaltungen in den Abendstunden.

Obwohl Österreich die zweitgeringste Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat, wird vor allem vor Wahlen der prekären Arbeitssituation von Jugendlichen der Kampf angesagt – Stichwort: Generation Praktikum.  Wie schätzt du die aktuelle Situation ein und was sind deine Ziele?

Praktika dienen grundsätzlich dazu, nach Abschluss von Schule oder Studium oder auch noch währenddessen Zusatzqualifikationen zu erlangen, um für die Berufswelt besser gewappnet zu sein. Nun ist mir schon klar, dass viele Studenten oft von einem Praktikum zum anderen getrieben werden – das ist natürlich keine Dauerlösung und ich glaube, dass die meisten Praktikanten grundsätzlich auf der Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen sind.
Mein Ziel ist hier, das Praktikum grundsätzlich weiterhin anbieten zu können – da ja die Qualifikationen notwendig sind -, aber ganz klar mit einer angemessenen Entlohnung, die dem Praktikanten oder der Praktikantin auch ein selbstständiges Leben ermöglichen soll und für die Zeit des Praktikums auch Unterstützung von Staatsseite erhalten sollen!
Wichtig ist mir aber immer den Jugendlichen ab spätestens 14 Jahren klar zu machen, dass Schulabschluss und Lehrabschluss notwendig sind, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können! Hier brauchen wir mehr Berufs- und Ausbildungsinformation in den Schulen.

Wann ist Integration deiner Meinung nach gelungen?

Wenn eine Person Österreich als seine Heimat bezeichnet und sich hier zu Hause fühlt, über gute Deutschkenntnisse verfügt und seinen Platz in der Gesellschaft, beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement, gefunden hat.

Österreich ist seit mehr als 18 Jahren Mitglied der Europäischen Union. Hat die Mitgliedschaft deiner Meinung nach mehr Vor- oder Nachteile für Österreich gebracht? Wie siehst du die zukünftige Entwicklung?

Um am globalen Markt bestehen zu können war ein Beitritt notwendig, die Exportlandschaft wurde dadurch vereinfacht und mit dem Euro als auch den Abkommen wurden vor allem jungen Menschen zahlreiche Möglichkeiten geboten. Studieren im Ausland, vereinfachtes Reisen, arbeiten im Ausland usw. Wichtig ist dass die Gelder die investiert wurden gerecht verteilt werden – auf Dauer wird es nicht leistbar sein wenn einige Länder immer mehr zahlen müssen um andere vor dem Konkurs zu bewahren. Schulden die heute aufgenommen werden, treffen nicht nur die jetzige sondern auch die nächsten und darauffolgenden Generationen.
Die Europäische Union muss sich auch in Zukunft weiterentwickeln.

Zahlreiche Jugendliche greifen zu Alkohol und weichen Drogen. Ist das Jugendschutzgesetz deiner Meinung nach ausreichend? Wie wirksam sind Verbote?

Man kann hier keine Pauschalantwort abliefern, es ist jeder Fall für sich zu behandeln. Warum greift dieser Jugendliche zu Alkohol und/oder Drogen. Welche Vorgeschichte gibt es dazu? Ein generelles Verbot wird ohne Kontrollen kaum wirksam sein. Wichtig ist hierbei meiner Meinung nach die Harmonisierung der 9 Jugendschutzgesetze der 9 Bundesländer, damit wir ein Jugendschutzgesetz haben, womit sich jeder auskennt. Und neben wichtigen Kontrollen muss auch die Information und Sensibilisierung der Jugendlichen mit dem Thema Alkohol, Drogen und Suchtmittel ausgebaut werden!

Welche Maßnahmen müssen für Jugendliche bei der Wohnpolitik ergriffen werden?

Wohnen muss leistbar werden. Junge Familien oder Jugendliche verfügen meist nicht über die finanziellen Mittel die für eine Anzahlung notwendig sind. Wenn keine Sicherheiten vorhanden sind wird auch kein Kredit gewährt, das heißt der Wunsch nach der eigenen Wohnung rückt in weite Ferne. Aber genau das soll es nicht sein. Wir möchten Wohnen für alle zugänglich und leistbar machen durch kleine Startwohnungen. Startwohnungen sollen dazu dienen den Start in ein selbstbestimmtes Leben zu erleichtern und die erste günstige eigene Wohnung zu erleichtern. Hier ist die Wohnbeihilfe ein wichtiges Steuerungsinstrument und soll auch in vollem Umfang eingesetzt werden! Zusätzlich dazu soll der Bund auch eine Wohnbauoffensive gestartet werden!

Was muss getan werden, um Jugendliche mehr für Politik zu begeistern? Ist mehr direkte Demokratie eine Lösung?

Für viele ist Politik alle paar Jahre zur Wahl zu gehen und in der jeweiligen Periode zu sehen was die Parteien einführen oder abschaffen. Aber genau das ist es nicht, es ist aktives Engagement, Mitgestaltungsmöglichkeit, und Überzeugung. Politik ist für mich die aktive Gestaltung der Lebenswelten und Lebensräume und dafür muss man sich beteiligen und auch die richtigen Vertreter wählen. Mehr direkte Demokratie ist sehr fallbezogen zu entscheiden. Schließlich werden VertreterInnen in den Nationalrat gewählt um das Volk zu vertreten. Ich meine aber, dass bei wichtigen Fragen und Entscheidungen auch die Meinung des Volkes zu erfragen ist und auch ausschlaggebend sein soll für die Entscheidungen der Politik. Um sich aber aktiv am politischen Geschehen beteiligen zu können und auch politische Abläufe verstehen zu können, braucht es meiner Meinung nach bessere politische Bildung in den Schulen!

Wie stehen deine Chancen, in den Nationalrat einzuziehen? Wie ausschlaggebend sind die Vorzugstimmen, die du erhältst?

Jene Person mit den meisten Vorzugsstimmen im Wahlkreis (Baden und Bruck) hat die Chance auf ein Mandat. Alle Kandidaten der ÖVP Niederösterreich haben sich als einzige Partei dazu entschieden, nur die Vorzugsstimme entscheiden zu lassen, wer die Mandate bekommt. Deswegen ist es im Grunde gar nicht so wichtig auf welchem Listenplatz man steht – einzig die Vorzugsstimme entscheidet schlussendlich, wer das Mandat in Baden und Bruck bekommt! Bei uns ist die Vorzugsstimme ausschlaggebend, deswegen bitte ich auch um eine Stimme für eine neue Politik – also einfach ein Kreuz bei Andreas Steiner (Listenplatz 3).

Advertisements

Was sagst Du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s