Badener Jugend macht Politik – Jugendgemeinderatssitzung 2013

Radfahren in der Fußgängerzone, eine Sportanlage am ehemaligen Eislaufplatz und bessere Busverbindungen – das sind nur drei der Ideen, die gestern, Dienstag, im Badener Rathaus diskutiert wurden. Mehr als 30 JugendmandatarInnen machten sich bei der zweiten Badener Jugendgemeinderatssitzung für die Anliegen der Jugend stark und lernten dabei auch die Gemeindepolitik kennen.

Jugendgemeinderatssitzung 2013 © Peter Ramberger

Wären es nicht SchülerInnen im Alter von 13 bis 16 Jahren gewesen, die gestern im Gemeinderatssitzungssaal diskutierten, hätte man die Jugendgemeinderatssitzung kaum von einer „echten“ Sitzung unterscheiden können: Ausschusssitzungen, Wortmeldungen, Anträge und Zusatzanträge, Abstimmungen. All das lernten jene Jugendlichen kennen, die zuvor im Rahmen von sogenannten „Demokratie-Workshops“ von ihrer Klasse gewählt wurden.

Zu Beginn verbrachten die JungmandatarInnen rund zwei Stunden in Ausschusssitzungen. Hier wurden die Themen, die sie zuvor mit ihren KlassenkollegInnen erarbeitet hatten, eifrig diskutiert. Pro Ausschuss musste man sich schließlich auf zwei Ideen einigen, die zu Anträgen für die Jugendgemeinderatssitzung ausgearbeitet wurden. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von „echten“ Stadt- und GemeinderätInnen, sowie von zahlreichen BeamtInnen der Stadtgemeinde, die ihnen mit fachlichem Rat zur Seite standen.

Nach den Ausschusssitzungen ging es schließlich zur eigentlichen Gemeinderatssitzung in den großen Sitzungssaal. Auch hier wurde eifrig diskutiert. „Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Eifer die jungen Leute bei der Sache sind, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, über ihre Wünsche zu sprechen und sie dabei ernst nimmt“, freut sich die Obfrau des Politik Forums Baden, Katharina Sunk. Sieben Anträge wurden von den Jugendlichen schließlich angenommen:

  • Das Radfahren soll in der Fußgängerzone künftig bis 8 Uhr morgens gestattet sein.
  • Die Busverbindungen Richtung Helenental und zu den östlich von Baden liegenden Gemeinden sollen verbessert werden. Außerdem sollen mehr Buslinien auch in der Nacht geführt werden.
  • Der jetzige Eislaufplatz soll zu einer Mehrzwecksportanlage umgewidmet werden.
  • Die Schulbeginnzeiten und die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel sollen besser aufeinander abgestimmt werden.
  • Ein Jugendtreff soll eingerichtet werden.
  • Die Angebote der Mobilen Jugendarbeit sowie die Öffnungszeiten ihrer Räumlichkeiten sollen erweitert werden.
  • Die Gemeinde soll Schulen einen um 20 Prozent günstigeren Tarif für Schulbesuche in Schwimmbädern gewähren unter der Bedingung, dass die Schulerhalter die Kosten übernehmen.

Alle Anträge, die von den JugendmandatarInnen erarbeitet wurden, werden in den kommenden Wochen an den Jugendbeirat weitergeleitet, der nach der nächsten Sitzung an den Bürgermeister Bericht erstattet. Ziel ist es, dass möglichst viele Ideen der Jugendlichen auch tatsächlich umgesetzt werden.

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